Montag, 3. Januar 2011

digits

by VETO


I'm nothing more
Than the shit I own

I feel like
Letting it all go

I've had enough
Of crushing digits
I'm not worth more
Than I earn

I just feel like
Letting it all slide

Freitag, 31. Dezember 2010

probably both

ein letzter drink mit schmeirik.
immer die letzten.
röyksopp unser soundtrack.

die wunderbaren spaziergaenge auf den inseln,
bin mir vielem klar geworden.
ein guter platz dafuer. hier.

freue mich darauf weg zu sein.
nicht unbedingt in wien, aber
weg von hier. es frisst einen.
aber ich freu mich auf gewisse
leute. und das ist schoen.
unglaublich schoen.

geniessen jetzt. ohne euch,
denn ihr koennt nie verstehen.
keiner von euch.



alleine gegen die welt
:)

Freitag, 24. Dezember 2010

kose seg

von raschelndem papier und knisterndem holz
aufgeweckt werden. der ofen wird langsam warm
und es ist zeit fuer das weihnachtsfruehstueck.

dann wird abgewaschen waehrend man mit remi
seine top 10 christmas hits hoert, wo klassiker
wie MDC - Black Christmas und Morte Cerebrale -
Juletid natuerlich nicht fehlen duerfen.

jetzt machen wir dann im garten feuer fuer das
im haus traditionelle porridgeessen im freien.
dann werd ich noch den eislaufplatz besuchen und
was es am abend zu essen gibt, kann ich hier
nichtmal schreiben, sonst wuerde ich die tastatur
ansabbern.

hoffe ihr verbringt alle einen wunderschoen tag heute,
lasst es euch gut gehen.

Mittwoch, 22. Dezember 2010

Nothing Stays the Same, Nothing Ever Ends

Irgendwie kommt hier gerade mein Mitteilungsbeduernis wieder einmal hoch - gut fuer euch. Also fuer die, dies interessiert, aber sonst waert ihr ja wohl auch kaum hier.

Wien Flughafen. Flug um ne Stunde verspaetet. Ansich kein Problem.
Bin mental topfit, koerplich allerdings ziemlich am Boden.
Harte Woche, viel Arbeit, wenig Schlaf.

Im Flugzeug schlaf ich also sofort ein - hatte einen sehr komisch Traum. Wollte den eigentlich erwaehnen, aber wies so oft ist, wenn man sich genau das vornimmt, ist er jetzt nichtmehr in meinem Kopf. Egal. Bin noch rechtzeitig aufgewacht, um die wunderbaren Bilder mitzubekommen. Die laendlichen Gebiete von Norwegen im Dunkeln aus dem Flugzeug gesehen. Nur vereinzelt Lichter - ueberall Schnee.
Und dann diese Stadt. Oslo.
Wunderschoen von da oben.

Alles so vertraut. Ab in den Zug und Richtung Innenstadt. Komisches Gefuehl von zu Hause - als waere ich nie weggewesen, aber das habe ich anscheinend immer, wenn ich an einen Ort an dem ich viel Zeit verbracht habe zurueckkehre. Hinein in den Bus und die schoene Strecke am Meer entlang raus zu dem netten gelben Haus, das mich 7 Monate beherbergt hat.

Im Vorfeld doch Gedanken, ob das Wiedersehen nun ein weiteres Mal ein "wer-kann-weniger-Gefuehle-zeigen"-Wettbewerb wird - zumindest von Rosys Seite aus. Unbegruendet. Total. Hinauf in den ersten Stock und schon wird man von Eirik mit einer Umarmung begruesst. Hinein und: wow. Hat sich wirklich was getan, die Raeume teilweise anders aufgeteilt, neue Boeden, die Waende endlich fertig, die Kueche hat einen anderen Eingang. Es sieht heimeliger aus. Gemuetlicher und familierer als dieses alte besetzte Haus vor einem halben Jahr. Es wird besser - Schritt fuer Schritt - und das ist auch das was die Bewohner selber sagen.

Die Kleine will gleich mit mir tanzen. Zu Blondie.
Und vorlesen soll ich ihr. Und ueberhaupt und sowieso und alles GLEICH.
Schoen.
Bei ihr hat sich viel getan in den letzten 6 Monaten. Sie ist (natuerlich) gewachsen, teilt gern und ist sowas von offen, das ist unglaublich. Am Dienstag ist sie 3 geworden. Mittlerweile kann sie schon ganz alleine aufs Klo gehen und wenn sie in guter Stimmung ist, dann will sie sich auch selbst ins Bett bringen. Das laeuft dann so ab, dass sie sich ins Bett legt und ein Buch aufschlaegt - sie tut dann so als koennte sie lesen, erfindet sich aber selber eine Geschichte und blaettert mit der Zeit immer eine Seite weiter. Mal ehrlich - geht's suesser? Sie ruft dann nurmehr, wenn man ihr das Licht abdrehen soll - denn meist ist sie dann zu muede oder zu faul um nochmal aufzustehen - aber wer kennt das nicht.

Alle wirken so gluecklich und ich spreche sie drauf an. Wir reden ueber die letzten Monate. Das gleiche nochmal im unteren Stock des Hauses. Die Dinge haben sich drastisch geaendert. Bin ich doch vor 6 Monaten eigentlich ohne einem weinenden Auge gegangen, weil kein Glueck in dem Haus war und manche Sachen wirklich wirklich schief liefen, so bin ich jetzt einfach nurmehr erfreut zu sehen, dass es SO gut laeuft. Es macht mich wirklich wahnsinnig gluecklich. Ich habe es ihnen so gewuenscht und sie haben es geschafft. Diese Energie und Freude, die nun da ist, kann man wirklich durch seine reine Anwesenheit spueren.
Sie erkdunigen sich wies bei mir laeuft. Sie bekommen die letzten Entwicklungen in Wien mit - sagen, dann kann ich jetzt eh gleich da bleiben. Ich erklaere Ihnen, dass das nicht geht. Sie wollen es trotzdem. Rosy hoert als erstes damit auf und bringt auch die anderen dazu, nichtmehr darueber zu reden. "Ich habe Martin angebettelt, dass er zu Weihnachten kommt. Und er ist da. Das ist Wahnsinn - also freuen wir uns."

Remi kommt von der Arbeit. Wir gehen mit Margit spazieren.
Bist du bloed, ist das Viech groß geworden. Killer-Hund.
Die Leute die wir waehrend des Spaziergangs treffen tragen
ihre kleinen Rattenkoeter vor lauter Angst - recht so.

Wir ueberqueren die Bruecke zur ersten Insel im Oslo-Fjord, gleich
neben dem Haus.
"Fuck. I missed all this. The Sea, the islands, the boats..."
"Of course you missed it man, what do you think? You're part of all this."
Ein stechender Schmerz im Herz.
Aber ein schoener.


Wieder nach Hause und noch viel reden.
Dann loests sichs langsam auf.
Ein letzter Blick aufs Thermometer: 10 Grad in meinem Zimmer.
Kater Hugo schluepft mit mir in meinen Schlafsack um zu kuscheln und wir sagen einander gute Nacht.

09:30 - erster Blick aufs Thermometer: 0 Grad in meinem Zimmer.
Kater Hugo schluepft tiefer in den Schlafsack, ich spring raus und rein in die feine Wollunterwaesche die ich so vermisst habe.


Zeit den Kindergarten zu besuchen. Verdammt - zu welchen Zeiten fahren nochmal
die Busse in die Stadt? Egal - raus auf die Strasse, Daumen raus und gleich das
naechste Auto haelt an. Ein 2 Wochen alter Alfa-Romeo - junger Kerl aus Tromso
mit schicker Uhr und feinem Englisch. 7 Minuten Smalltalk bis wir das Stadt-Zentrum
erreichen. Ein paar U-Bahnstationen weiter ein kurzer Besuch im Kindergarten, dann
noch 20 Minuten mit der U-Bahn, 10 Minuten zu Fuss und ich stehe in der Huette
von meiner Waldkindergartengruppe. Schoen. Und Benni ist da - das freut. Bisschen im
Schnee gespielt - ab nach Hause - muss auf Gabi aufpassen, denn Rosy muss zum Thai-Boxing
und der Rest des Hauses - MAN GLAUBT ES KAUM - arbeitet.

Wir gehen spazieren und als wir beim Eislaufplatz hinterm Haus ankommen, probiere ich
der kleinen zu erklaeren, dass man auch ohne Eislaufschuhe auf Eis gehen kann. Sie glaubt
mir nicht und geht ueber das Eis.
"Siehst du? Es geht doch."
"Nein - geht es nicht"

Wir gehen weiter. Ich bin ein Monster. Gabi laeuft ins Dunkle. Gabi bleibt stehen,
faengt an zu Weinen, sagt sie hat Angst vor dem Dunkeln. Resultat: Ich trage sie
auf meinen Schultern weiter. Kleines manipulatives, trickreiches Biest.
Wir sehen das Meer und sie sagt ich muss sie im Sommer besuchen, damit wir gemeinsam
Baden gehen koennen. Und sie freut sich dass ich da bin. Und Umarmungen und Kuesse.
:)


Eirik zurueck.
Ich zu Benjamin.
Burger machen - viel furzen.
Musik hoeren und ueber komische
Missionare reden.
Heim fahren und wieder einen dieser
wunderbaren Abende verbringen, die ich
damals schon so geliebt habe.

Eiriks Zimmer. Musik.
Lachen mit Remi.
Remi weg - alle anderen mit eigenem
Laptop da und ruhig. Hin und wieder
lachen und den Lacher mit der Runde
teilen. Ueber Tattoo-Ideen reden.
Ueber andere Sachen reden.
Es fein haben.

In Eiriks Zimmer hats 20 Grad.
In meinem -2.
Das wird jetzt sehr hart,
aber ich bin ein Eisbaer,
ich schaff das.


Viel zu viel geschrieben,
labt euch dran,
keine Ahnung obs nochmal soviel belangloses Zeug auf einmal gibt.

Had det!

Dienstag, 21. Dezember 2010

hilsen fra norge

wollte gerade nen eintrag schreiben, aber gabi verbietet mir mit beiden haenden zu tippen.
G
fuer gabi, muss ich tippen
B
fuer "brus"

sehr gut mach ich das, sagt gabi und umarmt mich.

zu anstrengend, zu zeitaufwendig mit einer hand.
muss jetzt tanzen,
bis spaeter

:)

Dienstag, 14. Dezember 2010

little victories

ganz kleine
an abenden wie heute
gegen einen selbst
fuer einen selbst

toll :)





und...
...jeder stimmung ihr bild.

Mittwoch, 24. November 2010

Vom Widerstand gegen den Selbstboykott und der Rolle, die andere Leute dabei spielen

Mensch macht einen weiteren Schritt. Mitten rein in etwas Neues.
In der eigenen (bisherigen) Weltanschauung eventuell einen Schritt zurueck (So mag es vorallem fuer andere scheinen). Aber nichts desto trotz einen Schritt, den mensch freiwillig und mit Freude macht.
Ein Kompromiss – koennte man meinen.

Doch wenn dies eben ein Schritt ist, den mensch wirklich tun will (wuerde man es denn sonst?) – so ist es definitiv keiner rueckwaerts, sondern das genaue Gegenteil. (Zumindest in meinem Fall). Einer in Richung Glueck. Mensch entschliesst sich dazu, alles bisher Dagewesene, alles zuletzt Dagewesene, das so gut getan hat, zurueckzulassen (zu verschieben?). Alte Muster zu verlassen, ja vielleicht sogar die eigenen Prioritaeten zu vernachlassigen/zurueckzustellen. Eine andere Moral zu leben.
Freiwillig.
Aus eigener Entscheidung.
Weil mensch weiss, weil mensch fuehlt, dass dieser Schritt einer in Richtung noch mehr Glueck ist/sein kann.

Es gibt diese Leute, die Glueck zwar wahrnehmen koennen – aber nicht akzeptieren. (Into the Wild = Some people think that they don't deserve love). Leute, die sich Probleme selber schaffen, wo eigentlich garkeine dasein sollten.
Leute, die mit ihren besten FreundInnen zusammen wohnen, den wunderbarsten Menschen den sie sich vorstellen koennen an ihrer Seite haben, einen Job haben, der ihnen Freude bereitet (!!) und eine Ausbildung in genau der Richtung, die sie sich wuenschen, in Aussicht haben und denen es dann doch manchmal nicht so gut geht. Die zurueck denken, an die wunderbare Zeiten, die sie in den letzten Jahren erlebt haben.

Aber, verdammt, ist das nicht ganz normal? Denkt nicht jeder gerne einmal zurueck an alte Zeiten? An Reisen die mensch gemacht hat? Und ist dabei teilweise auch etwas melancholisch? Nur in meinem Fall siehts so aus, als duerfte mensch das nicht.
Nein. Mir gings gut.
Und dann der Umzug nach Wien.
In die Stadt.
Ich Armer.
Denn ich habe das ja wirklich nicht selbst fuer mich entschieden...

Dass es mir hier noch besser gehen koennte als zuvor kommt nicht in Betracht.
Ausgeschlossen.

Mensch will sich ja nicht aendern. Mensch will einfach schoenen 2 – 3 Jahren entgegenblicken. Diesen verdammten Selbstboykott besiegen – zumindest fuer diesen Zeitraum - und eine gute Zeit haben. Aber dazu brauchts – so stellt sich heraus - mehr als den eigenen Willen.
Naemlich die Mithilfe, oder – viel mehr – das Verstaendnis derer, die einem am Naehesten stehen.

„Und wenn alles nicht so laeuft, wie du dir das vorgestellt hast? Bist du darauf vorbereitet? Man will ja nur, dass du mit zwei Beinen realistisch/aufrecht im Leben stehst.“

Ja. Ich kann das.
Ja. Ich denke ich bin darauf vorbereitet.
Und selbst wenn nicht – habe ich das nicht in den letzten Jahren bewiesen, dass ich's immer schaffe? Dass ich trotz meiner romantisch-vertraeumten Art immer irgendwie mit beiden Beinen den Boden beruehre?





Alles was diese ganzen Worte ausdruecken sollen ist,
dass es ziemlich schwer ist, sich das, was man sich
vorgenommen hat – und zwar Glueck, eine gute Zeit,
und Freude – sehr schwer zu verwirklichen ist,
wenn man statt einem einfachen
„Schoen, dass du da bist.“
meist nur
„Willst du ueberhaupt da sein? Dir gefaellt's hier ja garnicht.“
hoert.


Denn um dem eigenen Selbstboykott Widerstand zu leisten, muessen die Menschen, die einem am Naehesten stehen, ihren eigenen auch ueberwinden – und Glueck zulassen...